{"id":75,"date":"2020-09-13T08:14:20","date_gmt":"2020-09-13T08:14:20","guid":{"rendered":"https:\/\/themerain.com\/demo\/etc\/?p=75"},"modified":"2020-10-23T12:41:48","modified_gmt":"2020-10-23T12:41:48","slug":"site-of-the-month","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/?p=75","title":{"rendered":"KAT_A"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"has-pale-pink-color has-text-color wp-block-heading\">EINE KUNSTSAMMLUNG WIRD ZUM PRIVAT GEF\u00dcHRTEN FORUM F\u00dcR GEGENWARTSKUNST<\/h5>\n\n\n\n<p>Mit der Entscheidung, Kunstwerke ihrer privaten Sammlung in einen \u00f6ffentlichen Dialog zu f\u00fchren, ging ein langgehegter Wunsch in Erf\u00fcllung: \u201eKunst muss man leben und sie lebendig halten\u201c, beschreibt die Kunstsammlerin Andra Lauffs-Wegner diesen Schritt, mit dem sie seit November 2014 das KAT_A als neues Forum f\u00fcr internationale Kunst der Gegenwart in Bad Honnef am Rhein geschaffen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr bietet das historisch interessante Geb\u00e4ude \u201eHaus Hedwig\u201c, das w\u00e4hrend des 2. Weltkrieges auch als Lazarett diente, gro\u00dfz\u00fcgige und vielseitige M\u00f6glichkeiten: Die ca. 400 qm gro\u00dfe Ausstellungsfl\u00e4che erstreckt sich auf den ehemaligen Speisesaal mit angrenzendem Raum sowie der hauseigenen Kapelle. Die \u00fcber vier Meter hohen W\u00e4nde zeigen Spuren l\u00e4ngst vergangener Tage. Hier ist kein typischer White Cube entstanden, sondern ein individueller und au\u00dfergew\u00f6hnlicher Ausstellungsort, an dem Werke der Sammlung in wechselnden Themenausstellungen der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht werden. Diese R\u00e4ume sind dabei Herausforderung und M\u00f6glichkeit zugleich f\u00fcr die ausgestellten Kunstwerke; sie m\u00fcssen sich einerseits behaupten und k\u00f6nnen andererseits gro\u00dfe Wirkung entfalten. \u201eDie Arbeiten erhalten auf diese Weise eine besondere Aura und k\u00f6nnen in den unterschiedlichen R\u00e4umen immer wieder in neuen ver\u00e4nderten Kontexten zu anderen Arbeiten gestellt werden. Zudem ist es sehr spannend, die Kunstwerke nicht nur in privater Umgebung, sondern in einem geschichtstr\u00e4chtigen Ausstellungsraum zu erleben\u201c, beschreibt Andra Lauffs-Wegner ihre Wahl.<\/p>\n\n\n\n<p>In den jeweiligen Ausstellungen werden Positionen sowohl international etablierter als auch junger K\u00fcnstler der Sammlung in neue Kontexte gestellt, um kunsthistorische Aspekte zu beleuchten oder interessante Fragestellungen zu formulieren. Die aktuelle Ausstellung widmet sie den Fotoarbeiten ihrer Sammlung, die u.a Ruffs \u201eNudes ox03\u201c, Stan Douglas\u2018 \u201eExodus\u201c, Candida H\u00f6fers \u201eTheatre municipal Calais\u201c, Thomas Struths \u201eGrafenberger Wald\u201c und seine j\u00fcngsten Photogramme, Fotoarbeiten von Annette Kelm, Wolfgang Tillmans sowie Katharina Sieverding zeigen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1030\" height=\"687\" src=\"https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Lauffs-Wegnerneu-1030x687.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22972\" srcset=\"https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Lauffs-Wegnerneu-1030x687.jpg 1030w, https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Lauffs-Wegnerneu-600x400.jpg 600w, https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Lauffs-Wegnerneu-300x200.jpg 300w, https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Lauffs-Wegnerneu-768x512.jpg 768w, https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Lauffs-Wegnerneu-700x467.jpg 700w, https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Lauffs-Wegnerneu-1100x734.jpg 1100w, https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Lauffs-Wegnerneu.jpg 1513w\" sizes=\"(max-width: 1030px) 100vw, 1030px\" \/><figcaption>Andra Lauffs-Wegner mit Arbeiten von Olafur Eliasson und Tatjana Trouv\u00e9.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Diese Werke im \u201eHaus Hedwig\u201c werden mit Installationen und Skulpturen auf dem historischen Parkgel\u00e4nde erg\u00e4nzt. Rund um die klassizistische Villa \u201eHaus im Turm\u201c mit gleichnamigem Restaurant f\u00fcgen sich Werke wie beispielsweise \u201eHB-DAA\u201c von Michael Sailstorfer, \u201eModified Social Benches\u201c von Jeppe Hein oder \u201eChelsea Kramer\u201c von Michaela Meise ein. Oftmals ironische Umkehrungen der allgemeinen Erwartung versetzen das Publikum in Erstaunen. So sind auch die f\u00fcnf Edelstahlpalmen \u201eNeusilber\u201c von David Zink Yi eine Intervention im \u00f6ffentlichen Raum und eine hoch\u00e4sthetische und zugleich kritische Auseinandersetzung mit Identit\u00e4t und Herkunft, Natur und K\u00fcnstlichkeit. Durch das Wechselspiel zwischen Innen- und Au\u00dfenraum bietet KAT_A nicht nur einen abwechslungsreichen Ausstellungsrahmen, sondern l\u00e4sst den Ausstellungsbesuch zu einem Erlebnis werden. Zwischen Siebengebirge und Rhein gelegen, kann man hier Natur und Kunst genie\u00dfen und auf besondere Weise verbinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Andra Lauffs-Wegner sch\u00e4tzt das Herausarbeiten thematischer Bezugspunkte und das Spiel mit k\u00fcnstlerischen Interventionen, mit denen gewohnte Wahrnehmung auf auf die Probe gestellt werden. \u201eIronie, intelligenter Witz und \u00e4sthetisch anspruchsvolle Umsetzungen sind mir sehr wichtig\u201c, erl\u00e4utert sie eine zentrale Idee ihrer Ausstellungskonzeption. So wurde die engagierte Sammlerin mit dem Schritt, Teile ihrer Sammlung in der \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren, zugleich auch Kuratorin. In Eigenregie und dem sicheren Gesp\u00fcr f\u00fcr inhaltliche und formale Schwerpunkte stellt sie ihre Arbeiten in dialogisierende Kontexte. Eine Entwicklung, die sich folgerichtig aus der Sammlung ergeben hat. \u201eZu Beginn meiner Sammlung hatte ich kein wirklich zugrundeliegendes Konzept und hatte vielmehr Kunst intuitiv gekauft und zusammengestellt. Dennoch wusste ich sehr genau \u2013 sozusagen schlafwandlerisch \u2013 wo und wie welche Arbeit jeweils h\u00e4ngen oder stehen sollte. Der rote Faden der Sammlung ergab sich so von ganz allein, bis er deutlich erkennbar war. Mit den neuen R\u00e4umen und den damit verbundenen M\u00f6glichkeiten hat die konzeptuelle Zusammenstellung der Arbeiten eine viel gr\u00f6\u00dfere Dimension erhalten und macht unglaublichen Spa\u00df!\u201c, beschreibt die kunstbegeisterte Mutter zweier erwachsener Kinder den Weg, der sie von der Sammelleidenschaft zur jetzigen Ausstellungst\u00e4tigkeit gef\u00fchrt hat. Den daf\u00fcr n\u00f6tigen Blick und die praktische Erfahrung hat sie dabei durch fr\u00fcheste Begegnungen mit der Kunstwelt trainieren und sammeln k\u00f6nnen. Schon als Kind begleitete sie ihren Vater auf den Weg in Museen und Galerien und wuchs inmitten der hochkar\u00e4tigen Sammlung ihrer Eltern mit bedeutenden Werken europ\u00e4ischer K\u00fcnstler der 1960er und 1970er Jahre, der Pop Art, Arte Povera und des Minimalismus auf. Als Studentin kaufte sie ihre erste eigene Arbeit, \u201eSleeping Woman\u201c von George Segal, der schnell eine Grafik von Robert Rauschenberg folgte. Heute haben es der studierten Betriebswirtin und Kunsthistorikerin, die schon Ende der 1970er Jahre weitsichtig \u00fcber die \u201cModerne Kunst als Kapitalanlage\u201c ihre Diplomarbeit schrieb, vor allem Fotokunst und konzeptuelle Arbeiten angetan. Dabei sammelt sie sowohl etablierte als auch junge aufstrebende Positionen. \u201eEs ist aufregend, Neues zu entdecken, den direkten Austausch mit K\u00fcnstlern zu pflegen und zu sehen, wie sie sich entwickeln\u201c, erz\u00e4hlt Andra Lauffs-Wegner begeistert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1030\" height=\"509\" src=\"https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bildschirmfoto-2020-10-23-um-13.52.19-1030x509.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23219\" srcset=\"https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bildschirmfoto-2020-10-23-um-13.52.19-1030x509.png 1030w, https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bildschirmfoto-2020-10-23-um-13.52.19-300x148.png 300w, https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bildschirmfoto-2020-10-23-um-13.52.19-768x380.png 768w, https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bildschirmfoto-2020-10-23-um-13.52.19-1536x759.png 1536w, https:\/\/alexandrawendorf.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bildschirmfoto-2020-10-23-um-13.52.19-2048x1012.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 1030px) 100vw, 1030px\" \/><figcaption>Der Skulpturenpark von KAT_A. Andreas Schmitten, Wartende, 2018<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Vielfach inspiriert sie hierbei auch der gedankliche Austausch in zahlreichen Kunstgremien und Gespr\u00e4che mit anderen Kunstsammlern und Kunstliebhabern. \u201eIch liebe es, sich mit k\u00fcnstlerischen Positionen auseinanderzusetzen, zu \u00fcberlegen, wie Kunst zu definieren sei, welche gesellschaftlichen Auswirkungen sie hat und wie K\u00fcnstler gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen. Kunst ist einfach ein ganz wesentlicher Teil meines Lebens. Durch den Umgang mit Kunstwerken, K\u00fcnstlern, Galeristen, und anderen Sammlern wird der eigene Horizont st\u00e4ndig erweitert. Kunst ist f\u00fcr mich eine enorme Bereicherung und ich bin von der Idee fasziniert, diese Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnisse mit anderen kunstbegeisterten Menschen im gegenseitigen Dialog zu teilen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb f\u00fchrt Andra Lauffs-Wegner die Besucher ihrer Ausstellungen gerne pers\u00f6nlich durch ihre Ausstellungsr\u00e4ume und den anschlie\u00dfenden Park. Der private und durchaus pers\u00f6nliche Rahmen von KAT_A ist bewu\u00dft gew\u00e4hlt, um einen direkteren Zugang zur Kunst zu er\u00f6ffnen und zur weitergehenden Auseinandersetzung mit dieser anzuregen. \u201eIm unmittelbaren Umfeld der Kunstwerke entstehen so oftmals sehr interessante Diskussionen und intensive Betrachtungen. K\u00fcnstlergespr\u00e4che, Lesungen und spezielle Veranstaltungen f\u00fchren dar\u00fcber hinaus zu Begegnung und anregendem Diskurs. Ausf\u00fchrliche Texte zu den jeweiligen Werken und K\u00fcnstlern sind in den Ausstellungsbooklets und auf der Website www.kat-a.de zusammengefasst. Weitere Erg\u00e4nzungen und Neuigkeiten kann man auf dem Blog oder per Newsletter erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere Kunstvereine und Kunsthochschulen sind eingeladen, KAT_A als Erweiterung ihrer Kunstvermittlung und Studien zu nutzen. Die vielf\u00e4ltigen R\u00e4umlichkeiten sind ideal f\u00fcr Seminare und Vortr\u00e4ge und stehen nach Anmeldung f\u00fcr derartige Veranstaltungen allen Kunstinteressierten, Dozenten und Studentinnen und Studenten zur Verf\u00fcgung. Erst k\u00fcrzlich wurde in einem Nebentrakt des Ausstellungsgeb\u00e4udes im \u201eHaus Hedwig\u201c das CAF\u00c9 KAT_A und eine kleine Bibliothek eingerichtet. Besonders Besuchergruppen von Kunstvereinen und kulturellen F\u00f6rdervereinen wird hier die M\u00f6glichkeit geboten, das Caf\u00e9 im Rahmen des Ausstellungsprogramms als attraktiven Veranstaltungsort f\u00fcr eigene Veranstaltungen, Vortr\u00e4ge oder Lesungen zu nutzen. So schlie\u00dft sich der Kreis des Vermittlungskonzeptes von KAT_A, das sich zu einer lebendigen Begegnungsst\u00e4tte f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuelle Ausstellung &#8222;Isa Genzken und Wolfgang Tillmans&#8220; ist bis zum M\u00e4rz 2021 zu sehen sein. \u00d6ffnungszeiten nach Vereinbarung. Die Besucher werden durch die Ausstellung gef\u00fchrt. Bitte melden Sie sich deshalb mindestens drei Tage vorher auf der Homepage www.kat-a.de mit Hilfe des Ticket-Formulars an oder senden eine E-Mail an. Bitte dabei den Wunschtermin und die Anzahl der Personen angeben.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen zu KAT_A und Andra Lauffs-Wegner: <a href=\"http:\/\/www.kat-a.de\" data-type=\"URL\" data-id=\"www.kat-a.de\">www.kat-a.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Forum f\u00fcr internationale Kunst der Gegenwart in Bad Honnef.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":22960,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=75"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23224,"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions\/23224"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/22960"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=75"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=75"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alexandrawendorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=75"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}